filmgedanken

X-Men: erste Entscheidung

In action, drama, komödie on Februar 19, 2012 at 4:40 pm

OT: X-Men: first class, R, B: Matthew Vaughn, B: Ashley Miller, Zack Stentz

Es steht ein Kinobesuch an – endlich mal wieder – und mit ein bißchen Glück, kann ich dann meine bislang erschreckende Bilanz in diesem Jahr ein bißchen aufbessern. Und wenn nicht ergebe ich mich einfach der Tatsache, daß ich eben nicht nach der Meinung einiger mir Nahestehender als Cineast, sondern eben „nur“ als Filmliebhaber zu bezeichnen bin. Das schließt auch simple Unterhaltungsware nicht aus. Und der absurden Illusion einiger Kritiker, Film – der ja schließlich Geld verschlingt und eben Dieses auch wieder zumindest einzuspielen hat – sei in erster Linie dem Kunstgedanken verschrieben und dürfe nicht unterhalten, mag ich mich nicht anschließen.

Was mich zum heutigen Werk führt.

Deutschland hat eine Handvoll großer Namen, die derzeit in Hollywood nicht nur mitmischen, sondern den Ausstoß an Neuem mitprägen – zur Qualität darf sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

Aber das sind Regisseure, Komponisten, oder Techniker (sorry für die Schublade, aber das würde in aller Ausführlichkeit den Platz und sicher auch meinen Kopf sprengen).

Doch was ist denn aktuell mit Schauspielern aus „good ol‘ Germany“?

„Unser Mann in Hollywood“ ist aktuell laut einschlägiger Medien ja Michael Fassbender. Daß dieser neben seinem umwerfenden Kraftakt in HUNGER und hoffentlich auch wieder in SHAME doch auch nur ein Mensch sein dürfte, der in seiner Schauspielkunst vom Talent des zuständigen Regisseurs abhängig zu sein scheint, macht die Illusion Film eben doch wieder so schön bodenständig und enttarnt sich damit meist selbst als reines Unterhaltungsprodukt, mit dem in erster Linie verdient werden soll.

Und daß Fassbender ja eigentlich mehr Ire, als Deutscher ist, er aber dank weniger, stark akzentgeprägter Sätze in Interviews und in Ermangelung von Alternativen gerne von „uns“ vereinnahmt wird, ist ja auch eine ganz nette Geschichte.

Deutschland hat ein Startrauma. Der deutsche Film möchte eben doch gerne in den seichten Olymp der Unterhaltungsindustrie vorstoßen. Doch kaschiert er das meist wie ein trotziges Kind, indem dem Realismus gefrönt wird – über den Sinn und Erfolg dieser Idee wurde an anderer Stelle schon mal ein Gedanke verloren.

Man sucht sich also verzweifelt deutsche Abziehbilder, die es in Hollywood zu etwas „gebracht haben“, also auch mal den ein oder anderen längeren Satz in vielleicht mehr als zwei Filmen sagen durften. Doch so richtig üppig ist das Ergebnis dieser Suche selten. Zumindest heute.

Kurzer Platz für – nicht als vollständig zu sehendes – Namedropping:

Lorre, Dietrich, Jannings, Stahl, Brandauer, Fröbe, das war einmal.

Jetzt wird es abseitiger und damit auch anschaulich, was die Problematik der „modernen Zeiten“ betrifft:

Prochnow, Kretschmann, Brühl, Potente und Schweiger…

kurzer Platz für andächtiges Schweigen, oder was sonst noch so ein-, oder anfällt

Wenn Fassbender aber doch auf absehbare Zeit mehr als Ire erkannt werden sollte, dann haben wir ganz aktuell ja noch „unsere“ Diane.

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