filmgedanken

Dame, König, As, Spion

In drama, Kino, thriller on März 21, 2012 at 7:11 pm

OT: tinker, tailor, soldier, spy, FRA, UK 2011 R: Thomas Alfredson, B: Bridget O’Connor, Peter Straughan, John le Carré

Originaltonfanatiker. Das bin ich. Zumindest soweit ich es mir gegenüber verantworten und ertragen kann. Darüber weiß ja auch Mel Gibson schon ein Liedchen zu singen – in schlechtem Schottisch natürlich.

Nicht, daß ich jetzt den neusten Streich der mongolischen Filmwelt mit französischen Untertiteln jedem anderen Werk vorziehen würde. Ich habe auch meine Grenzen. Aber wer weiß schon, was da noch kommen mag?

Um den Originalton soll es jetzt auch gar nicht gehen. Aber um den Titel. Vom Standpunkt des Markenaufbaus ist es mir stets ein Rätsel, warum Filmtitel – vorzugsweise vom Englischen ins Englische – überhaupt übertragen werden, respektive wieso die Produzenten dies erlauben. Könnte etwas damit zu tun haben, daß man wieder mal weniger an allgemeinem Ruhm, als vielmehr am Geld interessiert sein mag. Da spielt sicher die Psychologie eine wichtige Rolle, auch wenn jeder das jetzt sofort dementieren wird.

Aber mal ehrlich: wenn ich die Wahl habe als deutscher Zuschauer der armen Kreatur an der Kinokasse klar ins Gesicht zu sagen, welchen Film ich sehen will, oder dieser ins Gesicht zu spucken, dann wähle ich meist ersteres. Bin ja entgegen gängiger Meinung kein Misantroph. Und wenn dann ein Trockener.

Damit ist ein deutscher Titel einem „th“-lastigen Titel klar vorzuziehen. Ein Mysterium warum dann ausgerechnet Shyamalan mit seinem ersten – und einzig wirklich noch guten – Film solch einen Erfolg haben konnte. Hab ich mich jetzt selbst in meiner Argumentation ausgehebelt? Und wenn schon.

Deutscher Titel! Von meiner Seite eine kluge Entscheidung.

Doch was, wenn der Verleih nun den Titel einer Literaturverfilmung auf dem Tisch liegen hat, dessen Übersetzung schon besteht und im Buch auch mit einem neuen, sinnvollen Bezug versehen werden konnte, nun aber dummerweise in Bildform nicht mehr funktioniert?

Dann werden klar zu erkennende Schachfiguren eben zu Karten. Sehr albern… scheint aber keinem in der Übersetzung aufgefallen zu sein. Kann auch egal sein – mich stört sowas aber.

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