filmgedanken

Conan

In action, drama, romantik on März 29, 2012 at 5:33 pm

OT: conan the barbarian, USA 2011, R: Marcus Nispel, B: Thomas Dean Donnelly, Joshua Oppenheimer, Sean Hood, Robert E. Howard

Als Kind der 80er Jahre gibt es Vieles, was ich in den tiefsten Tiefen meiner geschundenen Seele für immer und ewig zu verstecken gedenke. Alleine der Gedanke an Schulterpolster, Spandexhosen und Vokuhilas läßt mich schaudern.

Aber es gibt sicher auch viele schöne Dinge, die es an den 80er Jahren zu mögen gilt. Ein tolles Jahrzehnt für Filme war es zum Beispiel. Ach ja…

Und ein Jahrzehnt in dem so Vieles möglich schien. Was es in diesem Jahrzehnt im Überfluß zu geben schien waren ja zum Beispiel Muskeln. Na klar!

Ein Arnold Schwarzenegger trat in das Leben von Millionen. Ich gebe zu, in mein Leben trat er rückwirkend schon 1979, aber im Großen und Ganzen und in Anbetracht der filmhistorischen Präsenz war es das Jahr 1982, in dem der – für Hollywoodverhältnisse – große Mann zu einem Begriff wurde. Geradezu zu einem Innbegriff für Kraft, Stärke, Männlichkeit (man denke nur an das Kinn) und sexuelle Anziehung (viele Frauen behaupten auch heute noch, sein Po als Terminator habe sie für immer für andere Männer verdorben). Wohlgemerkt das Alles für die 80er Jahre. Heute funktioniert das so nicht mehr.

Kraft und Stärke wirken nur noch in der Überwindung der Schwäche. Männlichkeit protzt heute nicht mehr. Sie findet ihren Ausdruck in intellektueller Überlegenheit und vielleicht Glatze. Und wohin es mit dem Sexappeal der Männer geht, das verstehen heute vielleicht noch die Optiker und der ein oder andere Holzfäller. Aber sicher nicht mehr der liebenswerte Steroiddealer aus der Muckibude von nebenan.

Dachte ich. Aber das ölige, kantige und selten augenzwinkernde Zurschaustellen von blanken Muskeln und markanten Kinnpartien erfährt ein Revival. Jason Momoa heißt es und tritt nicht nur in die Fußstapfen eines Arnold Schwarzeneggers, sondern ist auch eines der vielen Gesichter der phantastischen Serie GAME OF THRONES. Momoa steht in vorderster Front und führt die Reihen der vielen namenlosen Fleischberge in neue, kaum noch möglich erscheinende Glanzzeiten zurück. Geebnet hat diesen Weg zwar das latent homoerotische, faschistoide Einklebealbum bewegter Bilder von 300, aber jetzt und heute, in den 2010er Jahren ist es so lebendig wie nie.

Ich fürchte ja nur, daß das bedeuten wird, daß bald wieder Frauen in viel zu großen Anoracks und Hochwasserhosen die Straßen fluten und Männer zurück zu Karottenschnitthose und Hornbrille kehren könnten. Schreckliche Vorstellung.

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