filmgedanken

The Shrine

In horror on April 6, 2012 at 6:10 am

OT: the shrine

USA 2010

R, B: John Knautz

B: Brendan Moore

Ich bin kein großer Freund von Anglizismen. Vor allem dann nicht, wenn sie nur vorgeben welche zu sein, aber eigentlich einem meist wirren und meist deutschen Hirn entsprungen sind. Was soll das denn?

Dennoch muß ich mich heute eines Anglizismus bedienen. Es gibt dafür einfach kein wirklich passendes und treffendes Wort im Deutschen – vielleicht täusche ich mich auch mal wieder und jemand kann mir auf die Sprünge helfen. Man lernt nie aus.

Twist!

Jetzt ist es raus. Ich mag es, wenn ein Film mich überrascht, mich an der Nase herumführt und mir die Keule der Verwunderung über die Rübe zieht. Ich lasse mich gerne von Regisseuren und Drehbuchautoren verarschen. Ich genieße das. Wenn ein Werk es mal wieder geschafft hat mein geübtes Filmauge (das Linke übrigens) zu täuschen, dann bin ich begeistert und verzeihe so vieles Andere. Billige Effekte? Kein Problem. Längen? Hat sich doch gelohnt. Inszenierungsmängel? Hat doch noch die Kurve gekriegt.

Aber was, wenn der Twist, die überraschenden Wendung ein trockener Furz ist? Ein das ganze zuvor Gesehene mit einer übelriechenden Decke an Verunreinigung zuschüttendes Ärgernis?

Ein guter Film schließt mit einem in all seinem Willen zum Schockierenden absolut banalem und widerlichem Ende. Eine Unart moderner Zeiten.

Etwas, das wir nicht nur, aber auch einem Mann zu verdanken haben. Einem Mann, der es in seinem dritten Film geschafft hat zu überraschen, nur um in der Folge stets beim Versuch sich selbst zu kopieren bitter und hart auf die Fresse gefallen ist. Immer und immer wieder.

Und mit ihm so viele Andere.

Dabei haben es doch unter anderem Billy Wilder (Agatha Christie), Bryan Singer (Christopher McQuarrie), David Fincher (Andrew Kevin Walker), Gregory Hoblit (William Diehl) und Park-Chan Wook (Garon Tsuchiya)  richtig gut vor- und auch nachgemacht. So geht es doch. Dazu wurde schon so viel geschrieben

Sicher ist das Maß an Überraschung immer subjektiv. Aber schön ist es, wenn es mal wieder Filmchen gibt, die es schaffen mir den klassischen Anglizismus zu entlocken:

„what the fuck!“

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