filmgedanken

Archive for Juni 2012|Monthly archive page

The Theatre Bizarre

In drama, horror, Kino, thriller on Juni 15, 2012 at 3:10 pm

OT: the theatre bizarre, FRA, USA 2011, R: Jeremy Kasten, Tom Savini R,B: Douglas Buck, Buddy Giovinazzo, David Gregory, Karim Hussain, Richard Stanley B: Zach Chassler, Scarlett Amaris, Emiliano Ranzani, John Esposito

Es gibt sicher viele viele Nachteile ein Filmvielseher zu sein. Man achtet bewußt, oder unbewußt auf inszenatorische Fehler, kennt viele Storywendungen schon aufgrund der sich wiederholenden Schemata. Man wird immer wieder enttäuscht von zu hohen Erwartungen und kennt so gut wie jede Schauspielermarotte. Es ist ein Fluch.

Doch all das wird wieder dadurch wett gemacht, daß man so viele schöne Momente im Film erleben kann. Einer dieser Momente ist das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern in einem Rahmen, in dem man diese nicht erwartet hatte.

Jeder dieser sogenannten Cameos ist etwas Wunderbares. Eine Verneigung des Filmteams, allen voran des Regisseurs, vor den Freaks, den Nerds im Publikum. Wenn Lou Ferrigno als Wachmann durch die Schwingtüren tritt, Steven Spielberg Sandwich mampfend den Beamten gibt, oder als Rollstuhlfahrer nebst Fernsehmonitor durchs Bild fährt, Stan Lee (unter anderem) gaffend am Strand steht, Richard Dreyfuss Bier trinkend im See versinkt, Hugh Jackman Michael Fassbender und James McAvoy Zigarre rauchend anblafft, Cate Blanchett zweimal mit einem Mann verwechselt wird, Peter Jackson als Weihnachtsmann eine Hand durchbohrt oder R2D2 ganz absurd durch das verfeindete All fliegt, dann ist die Entdeckung dieser unkommentierten Kleinigkeiten, wie Weihnachten und Ostern zusammen – jedenfalls für den Filmfreak.

Wenn dann mal ein Film kommt, der an sich nicht so besonders erinnernswert wäre, aber die tolle Catriona MacCall in seinen Reihen stehen hat, dann freut sich auch das Filmherz eines italophilen Filmfreaks.

Ein richtiges kleines Glücksgefühl. Eines Spinners mit einem etwas übertriebenen Hobby. Aber wer möchte einem denn das schöne Gefühl von Glück madig machen?

Chronicle – wozu bist Du fähig

In action, drama, Kino on Juni 15, 2012 at 11:43 am

OT: chronicle, UK, USA 2012, R,B: Josh Trank, B: Max Landis

Das schöne an dem von mir selbst sehr vage beschriebenen Konzept in diesem Blog erlaubt mir, auch mal haltlos Thesen aufstellen und unbelegt stehen zu lassen. Juhu! Klar ist das nicht sehr wissenschaftlich und sicher entziehe ich mich damit einer gewissen Verantwortung. Aber da zumindest kein Konzept zu einer Belehrung Dritter, oder zur Schaffung eines zitierfähigen Netzwerkes besteht kann mir das ja egal sein.

Dann mal los:

Große und bestimmende Teile der aktuellen Jugend werden immer konservativer. Klare Rollenverteilungen, das Konzept der klassischen Familie, bis hin zu extremen Überzeugungen vom Schutz des Eigentums und Heimatlandes werden vor allem in der Jugendkultur immer populärer. Natürlich nicht in einem plump offensiven Maß, wie es die CSU in Bayern gerne vertritt. Schlimmer noch. Regelrecht schleichend und subtil werden konservativste Lebensanschauungen in Werken proklamiert, die sich vordergründig mit typischen Teenagerproblemen, wie Bildung einer Partnerschaft, Selbstbild in einer sicheren Gruppen und vorsichtiger Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit beschäftigen.

Alle die jetzt schon wissen, was gemeint sein könnte, schreien jetzt TWILIGHT. Klar. TWILIGHT zu hassen gehört ja schon zum guten Ton. Auch eine interessante Entwicklung, die zeigt, wie ältere Generationen manipulierbar und in ihrer Meinung gleichschaltbar sind – vorzugsweise die Generation um die 30, die sich von der Jugendkultur offensiv distanzieren muß, da sie noch zu nah an ihr dran ist und lieber ihr Heil in der Flucht in die Kindheit sucht.

Aber das ändert ja nichts daran, daß wiedergekäuter Gedankenmüll aus dem nordamerikanischen Südwesten die Hirne vorzugsweise junger Mädchen auch in Deutschland zu vergiften droht.

Und Hollywood hat nun nach sicherlich langem Brainstorming nachgezogen, um auch die Jungs in dieser Schlinge festzuhalten. Ob das wohl jemand merkt?

Sleep Tight

In drama, Kino, thriller on Juni 15, 2012 at 11:43 am

OT: mientras duermes, ESP 2011, R: Jaume Balaguero, B: Alberto Marini

Man kann ja meckern wie man will. Der amerikanischen Traumschmiede Hollywood kann ich mich einfach nicht entziehen. Klar schlägt mein Herz in erster Linie für den Film an sich. Und dazu gehört Hollywood ja nunmal – ist sogar stilbildend und essentiell für die gesamte Filmwelt. Jetzt kann ich mich natürlich als Cineats verkaufen wollen und behaupten, ich würde mich den Kommerzwerken nordamerikanischen Filmwesens verweigern. Dadurch sähe ich äußerst intellektuell aus und würde in bestimmten Kreisen sicher den ein oder anderen respektvollen Schulterklopfer, oder Chiantiglasaanstoßer auf mich ziehen. Das will ich aber gar nicht.

Ich genieße die kommerzielle Stangenware. Das mit der Zerstreuung nach einem harten Arbeitstag hatte ich schonmal anklingen lassen, denke ich. Doch nur diese meist recht seelenlos perfekten Werke lassen mein Herz nicht vor Freude hüpfen. Das tun unter anderem die Werke des deutschen Expressionismus, die Kunst eines Bergmann, die überstilisierten Genre-vorzeigewerke Italiens der 60er und 70er Jahre, deren dreckige, sozialkritisch subversive Western, oder die realistisch unangenehmen Thriller eines Alain Delon.

Klar bedeutet es weniger Mühe, mich durch die Großhandelsware der sogenannten Traumfabrik hindurchschieben zu lassen. Aber die Magie, die besondere Kraft die vom Film ausgeht erlebe ich bei den fast an Arbeit grenzenden, aufmerksamen Sichtungen des kantigen, beschwerlichen Films. Schön, daß das, was New Hollywood begründet hatte, sich nun fest in der nordamerikanischen Kultur verankert zu haben scheint. Nach gut 40 Jahren war es ja auch mal Zeit.

Schade, daß die Produktionsschmieden das wohl erkannt haben und nun gezielt das alternative Publikum bedienen und damit eigentlich zu betrügen versuchen – und meist gelingt es wohl auch.

Dann doch lieber wieder den nicht englischsprachigen Film genießen und sich wohlig an ihm reiben. Wie ein Wildschein an einem Baum…

Rosewood Lane

In Kino, thriller on Juni 3, 2012 at 10:02 pm

OT: rosewood lane, USA 2012, R,B: Victor Salva

Ist es eine Angst, die jedem von uns innewohnt, oder eine die uns eingepflanzt wurde? Hat die Filmwelt uns dermaßen konditioniert, daß wir nachts verschwitzt und ängstlich beim Anblick eines jeden Jugendlichen mit Kapuzenpulli zusammenzucken? Oder nutzt diese Filmwelt unsere Angst vor den Hoodies frech aus, um uns in Angst und Schrecken zu versetzen?

Tatsache ist, daß der filmische Einsatz des einfachen Kleidungsstücks in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Beinahe inflationär prasseln die Bilder von jugendlichen Schlägern in Baumwolluniform auf uns ein. Ob in Fiktion, oder Realität spielt da fast schon keine Rolle mehr. Was kann man als unbedarfter Bürger daraus lernen?

Jeder Kapuzenpulliträger ist ein potentieller Gewalttäter? Aber hallo!

 

[rec]3

In horror, Kino, komödie, romantik on Juni 3, 2012 at 10:00 pm

OT: [rec]3 génesis, ESP 2012, R,B: Paco Plaza, B: Luiso Berdejo

Eine starke Filmmarke aufzubauen, sie bekannt zu machen und für sich selbst sprechen zu lassen ist eine große Herausforderung für jede Produktionsschmiede. Der Fan soll möglichst bedient werden. Dazu verleitet werden sein Geld zu geben, am besten ohne intensivere Prüfung der Qualität. Eine Marke läßt sich aber nur auf einem erfolgreichen Beginn starten. Wenn schon der erste Film keine Sau interessiert hat, warum sollte dann das Interesse an weiteren Folgen groß sein?

Viele Reihen sind irgendwann daran erstickt immer mehr bieten zu wollen als der direkte Vorgänger. Viele Marken funktionieren dank gutem Marketing besser als die dahinter stehenden Werke. HELLRAISER gilt als eine sehr mächtige, eben starke Horrorfilmmarke, obwohl die letzten – seien wir gnädig – sechs Filme allesamt ziemlich behäbig waren. Und da darf jetzt jeder nachrechnen und sich verwundert ob meiner Zählung am Kopf kratzen. Ob dem eigenen oder einem fremden steht jedem frei.

Auch die Marken HALLOWEEN, FREITAG 13te/JASON, NIGHTMARE, oder NORRIS (kein Scherz) klingen stärker, als die dahinterstehenden Filme es dann im Großen und Ganzen tatsächlich sind. Muß doch mal gesagt werden!

Das sind nun aber alles schon etwas betagtere Reihen.

Heute tauschen wir obige Namen einfach gegen SAW und HOSTEL aus – das Problem bleibt das gleiche.

Warum dann jetzt auch noch Produzenten meinen künstlich eine Marke generieren zu müssen, indem sie Drehbücher frech mit dem Stempel der eigenen Marke versehen steht wohl für die unveränderten Zustände der Unkreativität.

Aber auch schön zu sehen, daß sich manche Dinge nicht verändern über all die Jahre.

Right at your door

In drama, thriller on Juni 2, 2012 at 7:01 pm

OT: right at your door, USA 2006, R,B: Chris Gorak

Es gibt Dinge des täglichen Gebrauchs, die man einfach im Haus zur steten Verfügung hat. Jederzeit. In einem durchschnittlichen Haushalt dürfte, mit wenigen Abweichungen stets dassellbe zu finden sein. Reinigungsmittel, Klebeband, Klo- und Backpapier sowie Frischhalte- und Klarsichtfolie. Unter anderem.

Wie viel man von den entsprechenden Artikeln zur Hand hat, dürfte von der eigenen Versorgungsparanoia und nicht zuletzt von der Größe des Haushalts und seiner Stauräume abhängen.

Vielleicht mag es ja den ein oder anderen etwas zwanghaften Zeitgenossen geben, der einem Sonderangebot nicht widerstehen konnte, oder gerne mal so wie Heinrich Lohse sein wollte. Schon möglich, aber sicher nicht die Norm – so es eine solche geben sollte.

Von oben erwähnten Dingen habe ich nur die gängigsten und nötigsten Mengen in der Hinterhand. Warum sollte ich denn auch 20 Rollen Klebeband und Frischhaltefolie lagern? Wer macht denn sowas?

 

Wild Beasts

In horror, thriller on Juni 2, 2012 at 6:57 pm

OT: belve feroci, ITA 1984, R,B: Franco Prosperi, B: Antonio Accolla

Wenn filmische Einzigartigkeit über Sittenverfall und menschliches Herrschafts- und Überlegenheitsdenken entsteht, kann ich dann auf meinem Sofa sitzen und trotzdem diese oberflächlich betrachtet geniale Kunst bewundern? Darf ich gebannt auf das starren, was auf meinem Bildschirm geschieht und fasziniert davon sein? Mich daran erfreuen etwas zu sehen, was meine müden und vielgeplagten und -geübten Augen in dieser Form noch niemals bewundern durften? Und ich meine wirklich noch nie!

Ich lasse ja wirklich viel Unsinn und Schmutz an meine Augen. Filmisch gesprochen. Ich quäle mich selbst gerne mit unterirdisch schlechten Machwerken und ekelhafter Exploitation. Tabus gibt es im Film und seiner Geschichte keine und doch existiert eine imaginäre Liste, die mir meine selbstauferlegten Tabus immer wieder entgegen und vor Augen hält, sobald sie mir im Bild begegnen.

Dann schüttel ich selbst den Kopf. Senke ihn in Scham und verspreche, mir selbst beim nächsten Mal wieder treu zu sein. Mein kleiner, persönlicher Sittenwächter – er heißt Philip – hat immer recht. Das macht es ja so schwierig. Es gibt keine Legitimation für eine übertretene Schwelle. Schon gar nicht im Nachhinein.

Aber zwei Herzen schlagen, ach in meiner Brust (und das „ach“ liest sich in diesem Fall mehr wie ein loriotsches, denn ein goethesches!). Und eines davon ist einfach fasziniert und wird trotz der gerechtfertigten Einwände des Anderen froh darüber sein, gesehen zu haben was es sehen durfte.

Ich schäme mich und bin doch beeindruckt…

Der 13te Krieger

In action, horror on Juni 2, 2012 at 6:44 pm

OT: the 13th warrior, USA 1999, R: John McTiernan, R,B: Michael Crichton, B: William Wisher Jr., Warren Lewis

Manchmal – und das kann durchaus häufiger sein – da landen Filme in meinem DVD-Laufwerk, die sich dort richtig gut auskennen müßten. So heimisch fühlen sich manche Filmträger dort, daß sie den Weg vom Regal ins Abspielgerät fast von alleine finden könnten – kämen sie problemlos aus ihrer Hülle.

Das alberne Jungsfilmchen von John McTiernan mit dem blöden letzten Drittel ist so ein Fall.

Warum schafft es ausgerechnet dieses Popcornfilmchen immer wieder in meinen Fernseher? Trotz offensichtlicher Schwächen.

Die billige Ausrede vom anstrengenden Arbeitstag und der Sehnsucht nach Entspannung und Seichtheit habe ich schon an früherer Stelle angebracht, sie soll also nicht wieder bemüht werden.

Vielmehr möchte ich kurz einmal darüber sinnieren, wie sehr ich mich bei einem Werk auf einzelne Szenen freuen mag. Selbst wenn jede einzelne Einstellung im Gesamtwerk keine Überraschung mehr bieten kann.

Die entsprechende Szene, oder besser Szenenfolge findet schon früh im Film statt und doch freue ich mich schon beim Einlegen der Disc darauf.

Klar ist DER 13. KRIEGER kein filmisches Meisterwerk, aber doch ein Beispiel für gelungene Montage und Schnitt. Wenn Antonio Banderas, dessen Rollenname mir jetzt deutlich zu lang ausfällt, um ihn frech aus dem Netz kopiert hier auszubreiten, durch Beobachtung und aufmerksames Zuhören langsam die Sprache der Nordmänner entschlüsselt, dann ist das einfach gut gemacht und erfreut mich immer wieder. Gut geschnitten, gut im Timing, gut gespielt von allen Beteiligten, gut geschrieben. Unabhängig von Realismus und Glaubwürdigkeit, es handelt sich ja schließlich um einen Actionfilm.

Und warum schaue ich dann den ganzen Film, wenn ich doch nach gut 30 Minuten ausmachen könnte? Die Antwort ist so einfach, wie erschütternd und offenbarend: Ich MUSS Filme bis zum Ende sehen. Ich bin ein Freak!

Außerdem mag ich so Schwertfilmchen. Ich glaub‘ ich hab’s schon mal erwähnt…

 

The Nines

In drama, thriller on Juni 1, 2012 at 4:05 am

OT: the nines, USA 2007, R,B: John August

Mindfuck.

Ja, ich tue es wieder, ich werfe mit Wörtern um mich. Ich stelle sie frech in den Raum. Am besten so, daß der ein oder andere darüber stolpert, einen abfallenden Kommentar zur falschen Platzierung abgeben, oder zumindest pikiert die Nase darüber rümpfen mag.

Warum nicht?

Ich mache mir eben meine Gedanken, zu den Neologismen der Menschen. Warum, zum Beispiel ist eben der frech in die erste Zeile gestopfte Mindfuck gerade im Filmbereich, so positiv besetzt?

Ein Seelen-, Geistes-, Verstandes, Gedanken-, oder gar Ansichtengeschlechtsverkehr (so will es der Duden! Also: sic!). Das klingt nach nichts Gutem. Im Gegenteil.

Oder vielleicht doch nicht?

Verwirrend. Der Geschlechtsverkehr an sich gilt ja als die schönste Nebensache der Welt (auch kurz vor der Fußballeuropameisterschaft, wenn auch nicht bei jedem Zeitgenossen). Also doch etwas Gutes.

Aber dieser so ganz ohne Verhütung, ohne Sicherheit, oder Schutz der eigenen körperlichen Gesundheit? Oder in diesem Fall der geistigen?

Nicht gut.

Was denn nun? Warum soll der Mindfuck in der Kunst etwas Gutes sein? Kann er nicht auch etwas Schlechtes bedeuten? Totale Verwirrung unter rücksichtsloser Verunsicherung der Zuseher? Ist das etwas Gutes?

Kaum jemand wird sich trauen einem David Lynch zu unterstellen, er sei ein filmischer Stümper, der keine Handlung konzipieren kann und der seine Unfähigkeit hinter verschachtelten Bild- und Inhaltskompositionen zu verstecken sucht.

Zu groß sein Ansehen unter Filmkennern (?). Eher kritisiert, wenn auch in vergleichsweise kleinerem Maße verehrt ein Dario Argento (der übrigens das Drehbuch zu SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD verfaßt hat – so viel zu Untalent zum geschichtenerzählen).

Und jetzt die Kleinen, die Unbekannten, die ohne Reputation. Natürlich schlecht geschrieben und wirr. Ohne Sinn und deswegen zum Scheitern verurteilt von der harten Jury des Netzes und des Feuilletons. Man bringe einen Strick.

Geständnisse – Confessions

In drama, thriller on Juni 1, 2012 at 4:00 am

OT: Kokuhaku, Japan 2010, R, B: Tetsuya Nakashima, B: Kanae Minato

Die vielzitierte Stille vor dem Sturm!

Von einem lauen Lüftchen gestreift. An der eigenen Nase vorbeigewischt, dann an selbiger herumgeführt, nur um eingestehen zu müssen: das Lüftchen wird unweigerlich einem maskiertem Sturm weichen, der mich mit- und dann umreißt.

Kurz wieder auf den eigenen Beinen stehen, um von einem weiteren Stoß erneut zu Boden gerissen zu werden. Den Staub vieler vergangener Jahre von den Augen geklopft. Nun wieder frei sehen können. Frei auf die Kunst. Die Kunst mein Herz, meinen Verstand, ja, mich in Gänze begeistern zu können.

So wunderbar dasangenehme Gefühl von Vertrautheit, daß mich in den ersten Minuten geradezu heimsucht.

Und das nur wegen der nostalgischen Verklärung eines leicht zu beeindruckenden jugendlichen Verstandes. Doch bis heute ungetrübt.

Erwartungen werden geschürt. Eine Erwartungshaltung besteht. Vielleicht ist es auch eine Konditionierung über Wiederholung. Es gibt nur einen Weg. Es kann, es darf nicht anders weitergehen.

Ein Nadelstich bei jeder Abweichung. Und nicht nur in einer weit entfernten Galaxis. Auch hier, auf unserem Planeten. Nicht vor langer Zeit, sondern 1954 (ok, je nachdem von wo man schaut auch eine lange Zeit)

Verrückt!

„to cinematic perfection“