filmgedanken

Escape – das Vermächtnis der Wikinger

In drama, thriller on Oktober 30, 2013 at 5:51 pm

 

escapeOT: Flukt

NOR 2012

R: Roar Uthaug

B: Thomas Moldestad

 

Wie leicht man sich doch täuschen läßt. Es ist manchmal wirklich beeindruckend. Über all die Jahre des meist stillen Konsums scheinen sich Betrachtungsweisen in einem verfestigt zu haben, die einem erst dann so richtig bewußt werden, wenn sie einen hinterrücks übertölpeln und mit aller Gewalt den Spiegel vorhalten.

Klischees sind ja im täglichen Sprachgebrauch etwas, was abschätzig genutzt wird um einem gegenüber – sei es Mensch, oder Werk – die immanente, verengte und verkrustete Weltsicht vorzuhalten.

Klischees erleichtern aber dem modernen Menschen auch den Umgang mit vielen kompliziert gewordenen Umständen, auf die er zwangsläufig stoßen wird, so er sich nicht ganz der Welt verschließt.

Klischees erlauben es einem simpel wirkende Sachverhalte schnell und ohne große Anstrengung abzuarbeiten und so Raum für die wichtig scheinenden Dinge und Entscheidungswege zu lassen.

Toll, wenn dann ein Filmchen daher kommt und den unbedarften Zuschauer – also mich – aufgrund von schlechter bis keiner Vorinformation im Regen aus zerspringenden Klischees stehen läßt.

Ist es einfach nur schlechtes Marketing, oder perfides Augenzwinkern der Erschaffer wenn alle halb aktiv aufnehmbaren Information zu Uthaugs Werk, wie Plakate, Cover und selbst Stills einen gänzlich anderen Eindruck über Handlung und Protagonisten vermitteln, als es der Film dann tut?

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