filmgedanken

Suspiria

In horror on Oktober 30, 2013 at 5:11 pm

suspiriaOT: Suspiria

GER, ITA 1977

R: Dario Argento

B: Thomas de Quincey, Dario Argento, Daria Nicolodi

Manchmal muß man sich in die Arme einer vergangenen Liebe flüchten, um eigene Verfehlungen und Fehlentwicklungen zu erkennen.

Man spürt das manchmal gar nicht. Man meint nur ein Gefühl davon zu haben, wie es sich langsam an einen heranschleicht. Dieses Gefühl all das schon gesehen, erlebt und vorgesetzt bekommen zu haben. Die Gleichgültigkeit. Das Überhebliche. Zum Gähnen.

Dieses Gefühl umfängt einen Filmbetrachter irgendwann. Es scheint fast eine logische Konsequenz aus seinem Überkonsum zu sein. Und ehe er sich versieht, ist er zu dem geworden was er nie sein wollte. Ein snobbistischer Nörgler, dem sich die wunderbare Magie der sich bewegenden Bilder zu verschließen droht.

Wie simpel und durchschaubar hat man sich noch in Kindes- und Teenagerjahren verzaubern lassen von billigen Taschenspielertricks. Von den Manipulationsversuchen der Regisseure, der Musiker und Kulissenbauer. Ein kleiner Japaner in einem Anzug aus Gummi und Stoff ließ mich juchzen und trug das seine dazu bei mich für zwei Stunden in eine andere Welt zu entführen. Wo sind denn diese Zeiten hin?

Warum mache ich es mir selbst so schwer diese kindliche, ja naive Freude am Film an sich zu empfinden?

Nun bin ich erwachsen und damit in einen Zustand des Überkritischen und Sezierenden übergegangen. Das ist schade, aber verdammt nochmal keine Entschuldigung.

Ich möchte wieder zurück!

Ich möchte wieder beeindruckt werden. Und ich werde das auch durchziehen. Es mag ein schwieriger Weg werden. Ein Weg voller Hindernisse und Unverständnis. Aber das ist mir egal. Ich möchte wieder umgeblasen werden. Dem Zauber wieder verfallen. Die Augen sollen getäuscht werden. Dem Grand Guignol auf den Leib gehen.

Dazu will ich aber nicht zehn Jahre auf einen sogenannten Jahrhundertfilm warten müssen. Ich lasse mich jetzt wieder vom einfachen Kintopp überwältigen. Danke ihr Kinojuppies, ihr akademisch Betrachtenden und Cineasten. Ich kehre dann mal zu mir selbst zurück!

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  1. […] kann meiner zärtlichen Dauerbeziehung nicht genug danken, mich wieder auf den für mich erstrebenswerten Pfad der Tugend gebracht zu […]

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